Kernursachenermittlung und Lösungsvorschläge

Die Kernursache eines Störgeräusches wird unter Zuhilfenahme der CAD-Daten und PRECISE durch selektives Ausschlußverfahren ermittelt. Das bedeutet, jede einzelne infrage kommende potentielle Kontaktstelle wird nacheinander entkoppelt, bis die Richtige als Ursache entlarvt ist. Die Entwicklung wird parallel auf Video dokumentiert.

Da die meisten Problemstellen auf ähnliche Ursachen zurückzuführen sind und daher immer wieder auftreten, sind für diese Standardprobleme auch Standardlösungen verfügbar. Standardlösungen sind leicht zu implementieren und meist kostengünstig.

Mögliche Standardlösungen sind z.B.:

  • Änderung der Kontaktstellengeometrie
  • Applikation von Anti-Stick-Slip-Narben für Kontaktstellen hart zu hart und hart zu weich.
  • Spezielle Lösung für Kontaktstellen mit verchromten Oberflächen
  • Antiknarzlacke

Umfangreiches Prüfequipment zur Unterstützung

Sowohl bei der Ursachenanalyse als auch bei der Auswahl geeigneter Abstellmaßnahmen ist geeignetes Mess– und Prüfequipment unerlässlich.

Wir verfügen über einen Shakerprüfstand, der es uns ermöglicht, Systeme und Komponenten in Einbaulage mit realistischen Straßenprofilen anzuregen.

Zielsetzung ist, Störgeräusche im Allgemeinen zu erkennen, zu lokalisieren und letztendlich auch messtechnisch zu erfassen und zu analysieren.

Hierfür ist unser eigenes Analysesystem OCIAN auf Basis von ZoundLab optimal geeignet.

Sowohl bei der Ursachenanalyse von Knarz– oder Quietschgeräuschen als auch bei der späteren Verifizierung von Lösungsansetzen ist unser Stick-Slip-Prüfstand ein wesentliches Hilfsinstrument.

Er kann die Stick-Slip-Eigenschaften von Materialpaarungen auch unter extremen klimatischen Bedingungen und verschiedenen Lastzuständen  objektiv messen.

Ein weiterer Materialpaarprüfstand ist der sogenannte DynMaTe, der Dynamische Materialtester.

Er ist entwickelt worden, um z. B. Fahrzeugdichtungen bei zweidimensionaler dynamischer Anregung auf deren Knarzneigung zu untersuchen.